Neuigkeiten

Redebeitrag Wunsiedel 2020

Hier könnt ihr nun auch unseren Redebeitrag, den wir für die Veranstaltung des Bündnisses “Wunsiedel ist Bunt” vorbereitet hatten, anhören und lesen!

Zur Rede in Textform: Rede Wunsiedel 2020


Nachtrag zum Nachtrag:

Nun auch nochmal für die lokalen Ordnungsbehörden, die nicht erkennen, wann eine antifaschistische Mobilisierung beendet ist: wir sehen uns N Ä C H S T E S Jahr in Wunsiedel!
Trotzdem heißt es natürlich weiterhin: Es gibt kein ruhiges Hinterland!


Kleiner Nachtrag:

Haltet die Augen und Ohren offen!

Es kann gut sein, dass die Neonazis des “III. Weg” dezentrale Ersatzveranstaltungen zum ‘Heldengedenken’ abhalten. Dies gilt es zu verhindern!

Und nächstes Jahr sehen wir uns wieder in Wunsiedel, wenn es heißt: Deutsche Helden stürzen tief – Nazi-Gedenken crashen!


Update

Für dieses Jahr bleibt Wunsiedel von neonazistischen ‘Heldengedenken’ verschont, doch für uns ist damit nicht auf einmal alles gut: die Neonazis konnten jahrelang weitestgehend ungestört demonstrieren, werden nächstes Jahr wieder kommen und an der Menschenfeindlichkeit und Gewalt ihrer Ideologie ändert diese Absage überhaupt nichts. Der “III.Weg” hat sein diesjähriges ‘Heldengedenken’ nicht wegen antifaschistischer Gegenwehr oder eines glücklichen Sinneswandels abgesagt, sondern weil ihnen unter Pandemie-Bedingungen keine andere Wahl blieb und ihre Selbstinszenierung mit Fackelmarsch und Musik durch die Dunkelheit nicht möglich wäre.

Die Neonazis des “III. Weg” haben ihr geschichtsrevisionistisches ‘Heldengedenken’ in Wunsiedel dieses Jahr abgesagt.

Infos zu unserem Umgang damit und unserem Protest folgen im Laufe der Woche!

 


Online: Info-Vortrag

Aufgrund der aktuellen Corona Situation haben wir uns dazu entschlossen, unseren Info-Vortrag zu den Rudolf-Heß Gedenkmärschen der Neonazis in Wunsiedel und unserem Gegenprotest dieses Jahr aufzunehmen und online zur Verfügung zu stellen. Hier könnt ihr den Vortrag anhören.

Wir halten euch außerdem mit Informationen zum Protest der Neonazis und der  Corona-Lage auf dem Laufenden. Checkt dafür die News-Page der Website sowie unser Twitter und Instagram.

Viel Spaß beim Anhören! Wir sehen uns dann am 14.11. in Wunsiedel!


Soli-Bilder

Immer mehr Solifotos trudeln bei uns ein, wir sind viele, entschlossen und solidarisch!

Lasst uns am 14.11.2020 gemeinsam den Aufmarsch des “III. Weg” in #Wunsiedel zum Desaster machen!


Soli-Stuff

Ganz frisch und neu haben wir jetzt eigenen Soli-Stuff! Wenn ihr euch schick einkleiden und gleichzeitig noch unser Bündnis ein bisschen unterstützen wollt, schaut doch mal bei Black Mosquito vorbei, die jetzt unseren schönen neuen Merch verkaufen!

Den Beutel sowie das Shirt findet ihr im BlackMosquito Shop und bei unseren Info-Veranstaltungen.

Wir freuen uns mega und sagen Danke! <3


Infoveranstaltungen zu den Protesten in Wunsiedel 2020

Für die diesjährigen Proteste gegen den Naziaufmarsch am 14.11.2020 in Wunsiedel wird es in einigen Städten Infoveranstaltungen geben.

Hier findet ihr eine vorläufige Übersicht über die geplanten Veranstaltungen:

  • Bamberg: Freitag, 09.10.2020 um 18 Uhr am Maximiliansplatz im Rahmen des Klimacamps. Weitere Infos findet ihr auf Facebook.
  • Leipzig: Dienstag, 13.10.2020 um 19 Uhr im Conne Island (Koburger Str. 3). Weitere Infos im Planlos Kalender.
  • Würzburg: Dienstag, 27.10.2020 um 20:30 Uhr im Freiraum (Maiergasse 2). Weitere Infos auf Facebook.
  • Leipzig, Mittwoch, 28.10.2020 um 20 Uhr im Index (Breite Straße 1). Weitere Infos im Planlos Kalender.
  • Frankfurt: Freitag, 30.10.2020 um 18:00 Uhr im Café ExZess (Leipziger Str. 91). Weitere Informationen beim OAT Frankfurt. Diese Veranstaltung muss leider ausfallen!

Wenn ihr auch Interesse an einer Infoveranstaltung bei euch habt, schreibt uns einfach eine Mail oder auf Social Media!


Erfurt, 10.10.2020: Fight Back! Nazischläger in Erfurt stoppen!

Am Samstag, den 10.10, wollen die Neonazis des Vereins „Neue Stärke e.V.“ durch den Erfurter Norden marschieren. Der Verein ist Ergebnis der aufgelösten Strukturen der unter dem Deckmantel des Parteiengesetzes arbeitenden Kameradschaft „III.Weg“ in Mittelthüringen. Viele Jahre versuchte der „III. Weg“ neben Plauen in Erfurt eine weitere Hochburg ihrer Aktivitäten zu etablieren und verfügte unter anderem über eigene Räume im Erfurter Stadtteil Herrenberg. Dieser Stadtteil sollte zur neonazistischen Homezone ausgebaut werden, was zahllose gewalttätige Übergriffe aufzeigen. Zuletzt griffen dort 12 Neonazis zugehörig zur Struktur des Vereins „Neue Stärke“ drei junge Menschen mit Migrationshintergrund an und verletzten diese zum Teil lebensgefährlich.
Während diese Woche in Berlin durch antifaschistische Gegenwehr der Aufmarsch ihres ehemaligen Bündnispartners, dem „III. Weg“, zum Desaster gemacht wurde, wollen nun auch die Kader der „Neuen Stärke“ eine Woche später in Erfurt aufmarschieren. Allein daran lässt sich schnell erkennen: trotz szeneinterner Struggle hält das Erfurter Kameradschaftsmilieu an ihren Plänen rechter Raumnahme und Hegemonie in der Platte Erfurts fest. Hierdurch wollen sie ein Klima der Angst bei Migrant*innen, Antifaschist*innen und allen Repräsentant*innen einer weltoffenen und vielfältigen Gesellschaft herstellen.
Der Staat legt ihnen hierbei wenig überraschend kaum Steine in den Weg: noch während die Opfer des Angriffs vom Herrenberg im Krankenhaus um ihr Leben kämpften, setzte die Polizei zunächst inhaftierte Nazis wieder auf die Straße und verkündete, dass sie nun auch gegen die Betroffenen ermitteln würde. Ähnlich nur wenige Wochen vorher, als circa 20 Neonazis rund 40 Jugendliche vor der Staatskanzlei angriffen und Cops wie Presse über „Auseinandersetzungen rivalisierender Jugendbanden“ fabulierten. Verwundern darf dies nicht angesichts der langen Geschichte rechten Terrors und staatlichen Unwillens zur Aufklärung nicht; es soll nur deutlich machen, dass man sich bei der Bekämpfung neonazistischer Umtriebe auf den Staat nicht verlassen kann. Antifa bleibt Handarbeit!
Aus diesem Grund unterstützen wir den Aufruf zu dezentralen Protesten gegen den Neonazi-Aufmarsch im Erfurter Norden und werden in Erfurt Aufmarsch und Gegenproteste begleiten. Leider gibt es vor Ort kaum organisierte Infrastruktur für Gegenproteste – auch dies ist ein Zeichen der Erfurter Zustände mit einer nur kleinen Antifaszene und desinteressierten Zivilgesellschaft. Daher ist es unbedingt zu empfehlen, vor einem samstäglichen Besuch in der Platte Kontakt zu lokalen Gruppen oder unserem Bündnis aufzunehmen. Gleichwohl gilt:

Fight Back! Lasst uns die Nazischläger am 10.10. in Erfurt stoppen!

Und am 14.11 sehen wir uns dann in Wunsiedel!


Kurzbericht: Gegen Deutschland und seine Nazis! (Berlin, 03.10.2020)

Am ersten Oktoberwochenende sollten in Berlin nicht nur die Feierlichkeiten zu 30 Jahren „Deutscher Einheit“ zelebriert werden, auch die Neonazis vom „III. Weg“ planten eine Demonstration. Unter dem Motto „Ein Volk will Zukunft“ wollten sie durch Berlin-Hohenschönhausen marschieren und ihre extrem rechte Ideologie auf die Straße tragen. Seit den 90er Jahren wurden Nazis in Hohenschönhausen durch konsequente antifaschistische Arbeit zurückgedrängt. Dass nun gerade dieser Stadtteil für den Aufmarsch ausgewählt wurde, kann man nur als Versuch der Nazis verstehen, sich Hohenschönhausen zurückzuholen.

Zusammen mit tausenden Antifaschist:innen waren wir deshalb letztes Wochenende auf der Straße, um dem allzudeutschen Spuk ein Ende zu machen. Den Einheitsfeierlichkeiten wurde mit einer kraftvollen Demo unter dem Slogan „Deutschland ist Brandstifter“ unsere Unversöhnlichkeit entgegengesetzt und auf die kalte, rassistische Normalität, die Deutschland kennzeichnet, hingewiesen.
Am folgenden Tag gelang es dann hunderten Menschen, trotz aggressiver und prügelnder Cops auf die Route des „III. Weg“ zu kommen und die knapp 200 Nazis schon nach wenigen Metern zu blockieren. Anschließend durften sie noch einige Meter durch Nebenstraßen ziehen, stets von lautem Gegenprotest und hin und wieder auch Steinwürfen begleitet.

Dieses Wochenende hat gezeigt, dass Naziaufmärsche nach wie vor durch vielfältigen, entschlossenen und solidarischen Protest verhindert werden können. Dank tausender Antifaschist:innen wurde die Demonstration für die Nazis vom „III. Weg“ zum Desaster.

Das nächste Mal sehen wir uns dann in Wunsiedel!

Ein paar Bilder zu den Protesten findet ihr auch auf unserem Twitter (@nichlangfackeln).


Wunsiedel 2020

Wie jedes Jahr werden die Neonazis vom „III.Weg“ am Samstag, den 14.11., dem sogenannten Volkstrauertag, durch Wunsiedel marschieren. Wie jedes Jahr zeigen sie dort ihre menschenverachtende Gesinnung, versuchen Geschichte umzudeuten und Täter zu Opfern zu machen. Auch dieses Jahr nutzen sie die widerwärtige Inszenierung eines Trauermarsches, um ihr Faschisten-Ego aufzubauen, inneren Zusammenhalt und äußere Stärke vorzugeben.
All das ist, mehr denn je, ein Grund das alljährliche Nazi-Meet and Greet nicht länger hinzunehmen, sondern ihnen unseren entschlossenen Widerstand entgegen zu setzen.
Bereits letztes Jahr haben wir gezeigt, dass wir den Neonazis keinen Raum geben wollen – nirgendwo. Unser Ziel bleibt das Verhindern solcher Naziveranstaltungen. Deshalb kommen wir wieder: entschlossener, mutiger und vielfältiger!

Daher: Save the date! Gebt euren Freund*innen und Genoss*innen Bescheid, kommt mit uns am 14.11. in die oberfränkische Provinz und lasst uns nicht lange fackeln, um gemeinsam den Naziaufmarsch unmöglich zu machen!

Checkt die Homepage sowie unser Twitter @NichLangFackeln und Instagram @nichtlangfackeln für aktuelle Infos!