Kurzbericht: Wunsiedel 16.11.19

Am Samstag waren wir in Wunsiedel gegen den Naziaufmarsch des „III. Wegs“ auf der Straße. Wir bewerten mehr als positiv, dass sich der ersten antifaschistischen Demonstration, die seit Jahren in Wunsiedel stattgefunden hat, um die 400 Leute angeschlossen haben. Mit massiver Polizeipräsenz und -schikane wurde verhindert, dass in Hör- und Sichtweite gegen den Geschichtsrevisionismus der fackeltragenden Neonazis protestiert werden konnte. Für uns macht das deutlich, dass Neonazis in der oberfränkischen Provinz nicht das einzige Problem sind und eine einmalige Intervention nicht ausreichend ist. Ob in Wunsiedel oder sonst wo, wir bleiben dabei: Nazitraditionen – sabotieren, blockieren, angreifen!

Bilder: Florian Miedl / Frankenpost

Antifaschistische Demo

Am 16. November 2019 wollen – wie auch in den vergangenen Jahren – Neonazis in Wunsiedel einen Fackelmarsch durchführen. Anders als zuletzt jedoch wird das Nazi-Spektakel dieses Jahr nicht ohne Gegenprotest in Hör- und Sichtweite, Störungen und Sabotage stattfinden.
Wunsiedel hat eine lange Geschichte von Aufmärschen militanter Neonazis. Seit den späten 1980er Jahren findet dort, mit Unterbrechungen, ein alljährliches Meet & Greet von Neonazis und Rechtsterrorist*innen statt. Der Höhepunkt war erreicht, als 2004 über 7000 Neonazis durch Wunsiedel marschierten. Auch wenn die Teilnehmer*innenzahlen der 90er und 2000er Jahre bei weitem nicht mehr erreicht werden, marschierten in den letzten Jahren nach wie vor konstant über 200 Neonazis durch das Dorf.
Sorgt mit uns am 16. November für antifaschistischen Protest in der oberfränkischen Provinz

Samstag 16. November – 14:30 Uhr – Bahnhof Wunsiedel-Holenbrunn

Hier gehts zum Aufruf
und zu Twitter: @nichlangfackeln | #wun1611